Auspflanzung der Miscanthus (Elefantengras)
Rhizome
Die Bodenvorbereitung für die Pflanzung von Miscanthus (Elefantengras)
sollte wie vor Maisanbau erfolgen, dh. Pflugfurche im Herbst und eine
Saatvorbereitung mit Egge oder Kreiselegge bei trockenem Boden im
Frühjahr. Der Boden sollte bis auf eine Tiefe von max. 10-15 cm vor
der Saat gelockert werden.
Als optimale Bestandesdichte für Miscanthus (Elefantengras) ‚Bestände
haben sich 1 Pflanze je m2 erwiesen. Zwar ist es möglich, die Pflanzdichten
zu erhöhen, um Ausfälle im Anlagejahr zu kompensieren. Aufgrund gegenseitiger
Konkurrenz fallen aber dichtere Bestände unter Umständen im Ertrag
frühzeitig etwas ab. Mechanisierungsbedingt können Reihenentfernungen
von 75 bis 100 cm gewählt werden.
Die Rhizomvermehrung ist kostengünstig, gewährleistet einen sicheren
Auflauf der Miscanthus Pflanzen und kann normalerweise bereits nach
dem zweiten Standjahr geerntet werden. Setzlinge (Rhizome) für die
Aussaat werden aus bestehenden Miscanthus Mutterrhizomen gewonnen.
Für die Pflanzarbeit können adaptierte Kartoffellegemaschinen verwendet
werden. Die Rhizomabschnitte der Miscanthus Mutterpflanzen werden
8 bis 10cm tief in den Boden eingelegt. Für eine besonders im Anlagejahr
erforderliche zügige Entwicklung sollte der Boden allerdings auf 10°C
erwärmt ( etwa Anfang bis Mitte Mai) und keine nennenswerten Frosteinbrüche
mehr zu befürchten sein. Nach der Saat ist ein Anwalzen der entstandenen
Dämme unbedingt zu empfehlen Dies fördert den‚ Bodenschluss der Miscanthus
Rhizome und gewährleistet ein sicheres Auflaufen.
Pflanzenschutz in Miscanthus (Elefantengras)
Da Miscanthus (Elefantengras) im Anlagejahr als konkurrenzschwach
angesehen werden muss, ist es erforderlich, eine Verunkrautung im
Pflanzjahr gezielt zu bekämpfen. Da für Miscanthus derzeit nur 2 PSM
zugelassen sind kann folgende Auflistung nur als Empfehlung angesehen
werden. Ein Ausbringen von PSM in Miscanthus Beständen erfolgt auf
eigene Gefahr. Grundsätzlich können in Miscanthus alle im Mais verwendbaren
Mittel angewendet werden. Weiters anwendbar sind alle aus dem Getreidebau
bekannten Wuchsstoffe (KV neu, Dicopur…) sowie die Wirkstoffe Isoproturon
(Tolkan, Alon) Fluroxypyr (Starane) und Methusulofuron-methyl (Ally).
Aufgrund der hohen Anzahl verträglicher Wirkstoffe der jungen Miscanthuspflanzen
ist eine Unkrautbekämpfung relativ leicht durchzuführen. Auf sulfonylhaltige
Mittel (SL950, Titus, Harmony…) reagiert Miscanthus manchmal mit gelblicher
Verfärbung der Blattspitzen und einer Wachstumsdepression die aber
nach 3-4 Wochen wieder abklingt.
In der Regel muß im Pflanzjahr eine weitere Unkrautbekämpfung etwa
Anfang Juli erfolgen wenn größeren Mengen an Disteln, Ampfer und anderen
Problemunkräutern- den jungen konkurrenzschwachen Miscanthus Pflanzen
das Leben schwer machen. Dies kann relativ günstig mit einem Wuchsstoff
erfolgen. Später im Herbst auftretende Unkräuter sollten nicht weiter
beachtet da sie für den abreifenden Miscanthus (Elefantengras) Bestand
keine Konkurrenz mehr darstellen. Diese frieren über dem Winter ab
oder werden im Frühjahr ab Ende März mit einer Mischung aus Roundup
(2-3l) und der Zugabe von 3l Stomp (vorbeugend gegen neu auflaufende
Unkräuter) bekämpft.
VORSICHT: Roundup nicht auf
neu austreibende Miscanthus Triebe ausbringen!
Im Pflanzjahr sollte Ende August an einem sonnigen Tag 1 – 1,5 l Terpal
ausgebracht werden, dies fördert die Einlagerung von Pflanzennährstoffen
in die Wurzel und beugt dem Ausfrieren der jungen Miscanthus Pflanzen
vor.
"Eine Idee durchläuft drei Stadien: im Ersten ist sie lächerlich, im Zweiten undurchführbar, im Dritten hat sie jeder schon gehabt." - Arthur Schoppenhauer
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